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Fellwechsel beim Pferd: wann er kommt und wie du ihn unterstützt

Kurz gesagt

Wann ist Fellwechsel beim Pferd, und wie unterstützt du ihn?

Der Fellwechsel beim Pferd läuft zweimal im Jahr: Das Winterfell wächst ab August und September, das Sommerfell kommt ab dem Spätwinter. Den Takt gibt die Tageslänge vor, nicht die Temperatur. Unterstützen kannst du ihn mit täglichem Striegeln, dosiertem statt ausgesetztem Training, einer geprüften Ration und echten Ruhetagen.

Es fängt meist nicht mit Haaren an, sondern mit einem Gefühl. Das Pferd geht wie immer, und trotzdem ist etwas zäh. Es kommt später in Gang, es schwitzt früher, und die letzte Viertelstunde der Einheit fühlt sich an, als würdest du schieben. Zwei Wochen später hängen die ersten Büschel im Striegel — und dann ergibt es Sinn. Der Fellwechsel ist die größte Umbauarbeit im Pferdejahr, und sie läuft im Hintergrund, während alles andere weitergeht.

Wann ist Fellwechsel beim Pferd?

Der Fellwechsel beim Pferd folgt dem Tageslicht: Das Winterfell wächst ab August und September, das Sommerfell ab dem Spätwinter. Spezielle Rezeptoren im Auge messen die Tageslänge. Die Zirbeldrüse bildet im Dunkeln Melatonin, und Melatonin bremst das Hormon Prolaktin. Prolaktin wiederum steuert über Rezeptoren in den Haarwurzeln, wann Haare wachsen und wann sie fallen.

Nach der Sommersonnenwende werden die Tage kürzer — das Signal steht also schon im Juli, lange vor dem ersten Haar am Ärmel. In einer Studie aus Irland sank der Prolaktinspiegel ab August und lag Mitte September nur noch bei rund zwei Dritteln des Höchstwerts; Anfang November hatten die Pferde ein langes, dichtes Winterfell. Nach der Wintersonnenwende kehrt sich das Signal um, und ab dem Spätwinter beginnt das Abhaaren.

Temperatur spielt mit hinein, aber sie gibt nicht den Takt vor. Deshalb bringt ein warmer September wenig durcheinander. Kälte unter etwa 15 Grad fördert ein längeres Fell — sie bestimmt also eher, wie üppig das Winterfell ausfällt, als wann es kommt.

Fellwechsel-Kalender: was wann passiert
ZeitraumSignal im KörperWas du siehstWas du tust
Ende JuniTage werden kürzer, das Signal fürs Winterfell stehtnoch nichtsnormal arbeiten
August bis SeptemberProlaktin sinkt, das Winterfell beginnt zu wachsenmattes Fell, erste Müdigkeittäglich putzen, Training dosieren
Oktober bis NovemberWinterfell wird lang und dichtKonturen wirken weichGewicht mit der Hand fühlen, Scheren planen
Ende DezemberTage werden länger, der Körper stellt umnoch nichtsruhig weiterbewegen
Spätwinter bis FrühjahrWinterfell fällt, Sommerfell wächstBüschel im Striegel, Juckreiztäglich striegeln, Ration prüfen
Frühjahr beim SeniorpferdFell fällt nicht oder nur fleckiglanges Fell bis in den SommerTierärztin oder Tierarzt: auf PPID testen

Zeiträume als Orientierung für Mitteleuropa; je nach Pferd, Rasse und Haltung früher oder später. Grundlage: O’Brien et al. 2020, Parmantier et al. 2025.

Fellwechsel-Kalender: Ende Juni werden die Tage kürzer, ab August wächst das Winterfell, im Oktober und November wird es dicht, nach der Wintersonnenwende stellt der Körper um, ab dem Spätwinter fällt das Winterfell. Fällt es beim Seniorpferd nicht, auf PPID testen lassen.
Der Fellwechsel-Kalender auf einen Blick — dieselben Inhalte wie in der Tabelle darüber.

Wie lange dauert der Fellwechsel?

Der Fellwechsel dauert mehrere Wochen, im Herbst grob von August oder September bis Anfang November. Er ist kein einzelnes Ereignis, sondern ein Übergang: Jede Haarwurzel durchläuft eine Wachstumsphase (Anagen), eine Übergangsphase (Katagen) und eine Ruhephase (Telogen). Erst wächst das neue Haar, dann fällt das alte. Auf eine Änderung der Lichtverhältnisse reagiert der Körper mit rund sechs Wochen Verzögerung — so beschreibt es die Pferde-Beratung der University of Connecticut. Deshalb fühlst du die Wochen der Umstellung, bevor du sie im Striegel siehst.

Eine feste Wochenzahl für dein Pferd gibt es nicht. Ein Pony im Offenstall und ein Warmblut im warmen Stall mit Decke wechseln unterschiedlich schnell und unterschiedlich gründlich. Auffällig ist nicht ein langer Fellwechsel, sondern einer, der gar nicht endet — dazu unten mehr.

Was den Fellwechsel beeinflusst

Den Zeitpunkt bestimmt das Licht. Wie stark der Wechsel ausfällt und wie sehr er dein Pferd fordert, hängt von fünf Faktoren ab:

  • Alter: Bei älteren Pferden ist ein verzögertes oder ausbleibendes Abhaaren das häufigste Anzeichen für PPID (Cushing). Betroffen sind rund 21 % der Pferde und Ponys über 15 Jahre.
  • Rasse und Größe: In der irischen Studie bildeten Ponys trotz künstlich verlängertem Tageslicht ein frühes Winterfell, die Großpferde dagegen nicht. Kleine Körper verlieren über ihre Oberfläche mehr Wärme und reagieren früher auf Kälte.
  • Haltung: Offenstall und Weide bedeuten mehr Kälte und damit ein dichteres Fell. Ein warmer Stall und gute Fütterung gehen mit einem besseren Fellzustand einher.
  • Eindecken: Eine Decke ändert das Lichtsignal nicht. Sie wirkt über die Wärme: Mit Decke und zusätzlichem Licht blieb das Fell im Stall kürzer. Den Fellwechsel an sich verhindert sie nicht.
  • Fütterung und Kondition: Haar besteht aus Keratin, also aus Eiweiß. Fehlt Baumaterial, sieht man es am Fell und an der Erholung.

Woran du merkst, dass es der Fellwechsel ist

Am Fell zuletzt. Die frühen Zeichen stehen in der Leistung und in der Erholung, nicht im Haar — wer auf Büschel wartet, hat die ersten zwei Wochen schon hinter sich. Du siehst den Fellwechsel zuerst beim Reiten.

  • Im Aufwärmen fehlt der Schwung, das Pferd kommt spürbar später in Gang
  • Es schwitzt früher als sonst, oft schon im Schritt am langen Zügel
  • Nach der Arbeit dauert es länger, bis die Atmung wieder unten ist
  • Das Fell wirkt matt und stellt sich auf, die Konturen sehen weich aus
  • Beim Putzen kommen Büschel statt einzelner Haare
  • Juckreiz: Scheuern am Zaun, an der Boxenwand, an dir
  • Es steht mehr und döst mehr, auch mitten am Tag
Braunes Pferd döst mit tief gesenktem Kopf allein auf einer Weide, zwei weitere Pferde grasen im HintergrundMit KI generiert
Mehr stehen, mehr dösen, weniger Interesse an der Herde — im Fellwechsel normal, und trotzdem das Zeichen, das am leichtesten übersehen wird.

Was nicht dazugehört: Lahmheit, Fieber, Husten, Abmagern. Der Fellwechsel macht müde. Krank macht er nicht.

So unterstützt du den Fellwechsel: die vier Stellschrauben

Den Fellwechsel beim Pferd unterstützt du über vier Stellschrauben: Bewegung, Pflege, Futter und Ruhe. Keine davon beschleunigt den Wechsel — den gibt das Licht vor. Sie sorgen dafür, dass dein Pferd ihn mit genug Baumaterial, gesunder Haut und ohne Muskelabbau durchsteht.

Die vier Stellschrauben im Fellwechsel
StellschraubeWas du tustWarumWer entscheidet
Bewegunggleiche Häufigkeit, kürzere und ruhigere EinheitenPause kostet Muskulatur, Überlastung kostet Erholungdu, bei Unsicherheit mit Physio
Pflegetäglich Gummistriegel, Fell nach der Arbeit trocknen lassenlose Haare raus, Haut im Blickdu
FutterEiweißqualität, Zink und Kupfer der Gesamtration prüfen lassenHaar ist Eiweiß, Mängel zeigen sich am FellFütterungsberatung, Tierärztin oder Tierarzt
Ruheechte Ruhetage, freie Bewegung auf Weide oder PaddockErholung ist in diesen Wochen knappdu

1. Bewegung: runterdosieren statt aussetzen

Wochenlange Pause kostet Muskulatur, die du danach wieder aufbauen musst — und Muskelabbau macht das Pferd nicht erholter, sondern schwächer. Besser: gleiche Häufigkeit, kürzere und ruhigere Einheiten, längere Schrittphasen, weniger Lektionen mit hoher Last. Freie Bewegung auf Weide und Paddock hält den Kreislauf in Gang, ohne Last aufzubauen.

2. Pflege: täglich, und zwar gründlich

Der Gummistriegel holt lose Haare heraus und regt die Haut an. Zehn ehrliche Minuten bringen mehr als eine halbe Stunde Abstauben. Beim Putzen siehst du auch die Haut: Schuppen, Krusten oder kahle Stellen fallen dir so früh auf. Nach der Arbeit das Pferd trocken werden lassen — nasses, dichtes Fell kühlt anders als das kurze Sommerfell im Juli.

Zwei Hände ziehen mit einem Gummistriegel dicke Büschel loser Winterhaare vom Hals eines braunen PferdesMit KI generiert
Büschel statt einzelner Haare — im Gummistriegel wird sichtbar, was sonst nur zu spüren ist. Das Bild zeigt die typische Stelle am Hals.

3. Futter: Qualität vor Menge

Ein neues Haarkleid braucht Eiweiß. Beim Pferd ist dabei selten die Eiweißmenge der Engpass, sondern die Qualität: Lysin ist die erste begrenzende Aminosäure. Ein Heu, das satt macht, liefert also nicht automatisch, was ein neues Haarkleid braucht — und genau das erklärt, warum zwei Pferde am selben Futtertisch den Fellwechsel so unterschiedlich wegstecken.

Dazu kommen Spurenelemente. Das Merck Veterinary Manual nennt für Zink einen Bedarf von 40 mg je Kilogramm Futter-Trockenmasse, für Kupfer rund 100 mg am Tag bei einem 500-kg-Pferd im Erhaltungsbedarf; üblich ist ein Verhältnis von Zink zu Kupfer von 3:1 bis 4:1. Ob deine Ration das liefert, zeigt nur eine Rationsberechnung mit Heuanalyse — nicht ein Blick aufs Fell und nicht ein Eimer Zusatzfutter auf Verdacht.

Und das Öl? In einer Studie der University of Guelph bekamen 30 Pferde 16 Wochen lang Leinöl, Rapsöl oder Leindotteröl. Fellfarbe und Fellqualität wurden in allen drei Gruppen besser, ein Unterschied zwischen den Ölen zeigte sich nicht. Eine Vergleichsgruppe ganz ohne Öl gab es nicht. Öl ist vor allem Energie: Für ein Pferd, das im Fellwechsel abbaut, kann es sinnvoll sein, für ein leichtfuttriges eher nicht. Das entscheidet die Fütterungsberatung oder deine Tierärztin, nicht diese Seite.

4. Ruhe: Erholung ist der knappe Faktor

Ruhetage wirklich freilassen, nicht „nur longieren". Wer in diesen Wochen genauso hart trainiert wie im Juni, nimmt dem Körper die Erholung, die er für den Umbau braucht.

Drei Ratschläge, die wenig bringen

Im Fellwechsel wird viel empfohlen. Diese drei hörst du am häufigsten, und alle drei greifen am Problem vorbei:

  • Scheren gegen die Müdigkeit. Scheren nimmt das Fell weg, nicht den Umbau. Der Körper baut weiter, das Pferd hat nur weniger an. Für ein Pferd, das im Winter hart arbeitet und stark schwitzt, kann Scheren richtig sein — ein geschorenes Pferd braucht danach aber eine Decke.
  • Kraftfutter aufdrehen. Mehr Energie ist nicht mehr Baumaterial. Die Ration wird durch eine zusätzliche Schippe Müsli vor allem stärkereicher, nicht besser versorgt. Wenn du am Futter etwas ändern willst, dann an der Eiweißqualität und den Spurenelementen.
  • Ganz aussetzen. Sechs Wochen Pause kosten Muskulatur. Das Pferd ist danach nicht erholt, sondern schwächer, und im Frühjahr beginnt der Aufbau von weiter unten als nötig.

Wann es nicht mehr der Fellwechsel ist

Fieber, kahle Stellen, Abmagern und Lahmheit gehören nicht zum Fellwechsel. Bei diesen Zeichen rufst du die Tierärztin oder den Tierarzt, nicht mich:

  • Fieber, Husten oder Nasenausfluss
  • Kahle Stellen, Krusten, Schuppen in Platten oder offene Scheuerstellen
  • Das Pferd nimmt ab, obwohl das Futter gleich bleibt
  • Lahmheit, auch leichte, auch nur an einem Tag
  • Die Müdigkeit kommt plötzlich über Nacht statt über Wochen

Juckreiz gehört in Maßen zum Abhaaren. Kratzt sich ein Pferd aber blutig oder verliert es Haare in runden Flecken, steckt meist etwas anderes dahinter, etwa Hautpilz, Parasiten oder eine Allergie. Das unterscheidet die Tierärztin. Unter Decken wächst Pilz leicht dort, wo das Fell feucht und warm bleibt — ein Grund mehr, regelmäßig darunter zu schauen.

Und ein Fall, der besonders leicht unter „ist halt der Fellwechsel" verschwindet: das ältere Pferd, das im Frühjahr gar nicht, spät oder nur fleckig abhaart. Zu langes Fell, das nicht rechtzeitig fällt (Hypertrichose), und schlechtes Abhaaren sind die häufigsten Anzeichen für Cushing (PPID). Dazu können vermehrtes Schwitzen, Fettpolster am Mähnenkamm und am Schweifansatz und Muskelabbau kommen. Hufrehe tritt bei PPID vor allem auf, wenn zusätzlich eine Insulinstörung vorliegt. Ein Bluttest klärt das — kein Blick aufs Fell und keine Physiotherapie. Mehr zum alten Pferd in der kalten Jahreszeit steht im Beitrag Altes Pferd im Winter.

Und wo hilft Physio?

Ehrlich: gegen den Fellwechsel selbst gar nicht. Er ist ein hormongesteuerter Vorgang, und daran hat Physiotherapie nichts zu drehen. Was sie erreicht, liegt daneben — bei dem, was das Pferd in diesen Wochen mit sich macht.

Denn wer wochenlang weniger und vorsichtiger arbeitet, bekommt oft genau das zurück: eine festere Rückenmuskulatur, weniger Beweglichkeit im Hals, ein Pferd, das nach dem Fellwechsel nicht da weitermacht, wo es im August war. Massage, Dehnung und Wärme halten die Muskulatur in diesen Wochen weich, und im Frühjahr steht dann Aufbau an statt Reparatur. Das ist der Bereich Pferdemassage beziehungsweise Wellness und Entspannung — keine Therapie, sondern eine Stunde, in der dem Pferd nichts abverlangt wird. Was ein Termin kostet, steht auf der Seite Preise.

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Häufige Fragen

Den Takt gibt die Tageslänge vor, nicht der erste kalte Morgen. Nach der Sommersonnenwende werden die Tage kürzer, ab August sinkt das Hormon Prolaktin und das Winterfell beginnt zu wachsen — sichtbar meist ab Ende August. Nach der Wintersonnenwende kehrt sich das um, und ab dem Spätwinter fällt das Winterfell.

Mehrere Wochen, nicht Tage. Im Herbst wächst das Winterfell von August oder September bis etwa Anfang November zu voller Länge. Auf eine Änderung der Lichtverhältnisse reagiert der Körper mit rund sechs Wochen Verzögerung. Wie lange es bei deinem Pferd dauert, hängt von Rasse, Alter, Haltung und Wetter ab.

Mit vier Stellschrauben: Training dosieren statt aussetzen, täglich gründlich mit dem Gummistriegel putzen, die Ration auf Eiweißqualität, Zink und Kupfer prüfen lassen und echte Ruhetage einplanen. Zusatzfutter ersetzt keine geprüfte Gesamtration.

In einer Studie mit 30 Pferden verbesserten Leinöl, Rapsöl und Leindotteröl die Fellqualität über 16 Wochen gleichermaßen — kein Öl war besser als ein anderes. Öl ist vor allem zusätzliche Energie. Ob und wie viel dein Pferd braucht, klärt eine Fütterungsberatung anhand der ganzen Ration.

Ja, aber Scheren beendet den Fellwechsel nicht, es nimmt nur das Fell weg. Sinnvoll ist es für Pferde, die im Winter viel arbeiten und stark schwitzen. Ein geschorenes Pferd braucht danach eine Decke. Gegen die Müdigkeit im Fellwechsel hilft Scheren nicht.

Ja. Besser als eine Pause sind gleich viele, aber kürzere und ruhigere Einheiten mit langen Schrittphasen. Wochenlange Pausen kosten Muskulatur. Nach der Arbeit das dichte Fell trocknen lassen.

Weil der Körper ein komplettes Haarkleid neu baut. Das kostet Eiweiß, Spurenelemente und Energie, die dann im Training fehlen. Viele Pferde wirken wochenlang schlapper, schwitzen früher und brauchen länger, bis die Atmung nach der Arbeit wieder unten ist.

Nur begrenzt. Das Signal fürs Winterfell kommt über das Licht, und das ändert eine Decke nicht. Wärme wirkt aber mit: In einer Studie blieb das Fell bei Pferden im Stall mit Decke und zusätzlichem Licht kürzer. Wer früh eindeckt, muss dann konsequent bleiben.

Eine feste Grenze gibt es nicht. Die meisten Pferde zeigen mit etwa 20 Jahren deutliche Alterszeichen, Studien zu Seniorpferden beginnen oft bei 15 Jahren. Für den Fellwechsel zählt das, weil ab 15 Jahren rund jedes fünfte Pferd an PPID (Cushing) erkrankt ist.

Bei Fieber, kahlen Stellen, offenen Scheuerstellen oder Abmagern. Und wenn ein älteres Pferd sein Winterfell im Frühjahr gar nicht oder nur fleckig abwirft: Verzögertes Abhaaren ist das häufigste Anzeichen für Cushing (PPID) und gehört ins Blutbild, nicht in die Physiotherapie.

Quellen

  1. O’Brien, C. et al.: The effects of extended photoperiod and warmth on hair growth in ponies and horses at different times of year. PLOS ONE 15(1), e0227115, 2020 — Lichtsteuerung über Melatonin und Prolaktin, Prolaktinabfall ab August, dichtes Winterfell bis Anfang November, Unterschiede Pony und Pferd, Wärme durch Decken. Abgerufen am :pmc.ncbi.nlm.nih.gov
  2. Parmantier, S. et al.: Influence of Extended Photoperiod Using Blue Light Masks on Hypertrichosis, Coat Condition and General Health Parameters in Horses with PPID. Animals 15(19), 2905, 2025 — Prolaktinsteuerung des Haarkleids, Rolle der Temperatur, PPID bei 21 % der Pferde über 15 Jahre, verzögertes Abhaaren als Leitsymptom. Abgerufen am :pmc.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Nadeau, J.: Lighting and Your Horse. University of Connecticut, Equine Extension, Fact Sheet — rund sechs Wochen Reaktionszeit auf veränderte Lichtverhältnisse, Fellzustand und warmer Stall. Abgerufen am :animalscience-cahnr.media.uconn.edu
  4. Watson, O.: Protein in the Horse Diet. Penn State Extension, 30.09.2024 — Lysin als erste begrenzende Aminosäure. Abgerufen am :extension.psu.edu
  5. Liburt, N. R.: Nutritional Requirements of Horses and Other Equids. Merck Veterinary Manual, Stand Februar 2026 — Zinkbedarf (40 mg/kg Futter-Trockenmasse), Kupfer (rund 100 mg/Tag für 500 kg), Verhältnis Zink zu Kupfer. Abgerufen am :merckvetmanual.com
  6. Liburt, N. R.: Feeding the Aged Horse and the Orphan Foal. Merck Veterinary Manual, Stand Februar 2026 — die meisten Pferde zeigen mit etwa 20 Jahren Alterszeichen. Abgerufen am :merckvetmanual.com
  7. Richards, T. et al.: Effects of dietary camelina, flaxseed, and canola oil supplementation on skin and coat health parameters in healthy adult horses. Journal of Animal Science 101, skad373, 2023 — Fellqualität mit Leinöl, Rapsöl und Leindotteröl über 16 Wochen, kein Unterschied zwischen den Ölen. Abgerufen am :pmc.ncbi.nlm.nih.gov
  8. Clinical Signs of Pituitary Pars Intermedia Dysfunction (Tabelle). Merck Veterinary Manual, 2026 — Anzeichen von PPID, Hufrehe bei zusätzlicher Insulinstörung. Abgerufen am :merckvetmanual.com
  9. Hoopes, K. H.: Caring for Horses in Cold Weather. Utah State University Extension, 2018 — geschorene Pferde brauchen eine Decke, Pilzbefall bei feuchtwarmem Fell unter der Decke. Abgerufen am :extension.usu.edu

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