Woran erkennst du einen guten Hufschmied oder Hufbearbeiter?
Hufbeschlag mit Eisen dürfen in Deutschland nur geprüfte und staatlich anerkannte Hufbeschlagschmiedinnen und -schmiede ausüben (§ 3 Hufbeschlaggesetz). Für die Anerkennung braucht es eine abgeschlossene Berufsausbildung, zwei Jahre Arbeit bei einem anerkannten Hufbeschlagschmied, Lehrgänge und eine Prüfung (§ 4). Wer ohne Eisen arbeitet – Barhufpflege oder Hufschutz ohne Eisenbeschlag –, fällt seit einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts von 2007 nicht unter diese Pflicht. Dort lohnt die Frage nach Ausbildung und Fortbildung umso mehr.
Daran siehst du gute Arbeit:
- Schaut dein Pferd vorher und nachher laufen, nicht nur die Hufe an
- Erklärt, was am Huf verändert wird – und warum
- Hält feste Abstände ein und meldet sich, wenn ein Termin fällig ist
- Arbeitet bei Lahmheit mit Tierärztin oder Tierarzt zusammen, etwa anhand von Röntgenbildern
- Bleibt ruhig, wenn ein Pferd beim Hufegeben unruhig ist
Wie oft? Grobe Orientierung: beschlagene Pferde alle 6 bis 8 Wochen, wenig genutzte Barhufer eher alle 10 bis 12 Wochen. Wie schnell das Horn wächst, ist von Pferd zu Pferd verschieden – den Abstand legt ihr gemeinsam fest.

